Natürlich waren alle Bedingungen vorher festgelegt worden. Wir waren ausgeschickt worden, um einen Sektor am Rand der Milchstraße zu erforschen, der schon flüchtig von einem Vermessungstrupp aufgenommen worden war.

Die Vermesser hatten sich damit begnügt, nach Zeichen von Leben Ausschau zu halten und hatten die Fahrt fortgesetzt, als sie keine fanden. Unsere Aufgabe war es, sich intensiver mit den in Frage kommenden Welten zu befassen. Nach den Meldungen des Vermessungstrupps waren einige der Welten früher bewohnt gewesen. Zur Zeit jedoch gab es kein Leben auf ihnen.

Unser Auftrag bestand darin, die uns zugewiesenen Welten wissenschaftlich zu erforschen. Leopold, der Leiter unserer Gruppe, sollte sich um die archäologische Forschung kümmern, während Mattern sich für spaltbares Material, zurückgebliebene fremdartige Waffen und etwa vorhandene Quellen Lithium oder Tritium interessieren sollte. Genaugenommen stimmte es, daß unsere Gruppe nur auf Kosten der militärischen Gruppe mitgeschleppt wurde. Aber die öffentliche Meinung in Amerika hielt nicht mehr viel von rein militärischen Raumflügen, und so hatte man, wenn auch widerstrebend, unsere Teilnahme gestattet.

Mattern hatte von Anfang an keinen Zweifel darüber gelassen, daß seine Gruppe die wichtigere sei, und daß wir nur als Ballast zu betrachten seien. Wir wußten also, daß wir ihm zuvorkommen mußten, wenn es dort draußen etwas von militärischem Wert gab.


* * *

Der Planet hatte keinen Namen, und wir gaben ihm auch keinen. Eine Sonderkommission der UN schlug sich mit dem Problem herum, den Hunderten von Welten in der Milchstraße Namen zu geben, wobei sie mit Vorliebe auf die Erdmythologie zurückgriff. Wahrscheinlich würde diese Welt eines Tages auf den Namen Toth oder Bel-Marduk oder Avalokites vara hören. Wir kannten sie nur als Planet Vier des Systems, das zu einer gelbweißen F5 IV Prokyonoid-Sonne, erweiterter HD-Katalog, Nr. 170861, gehörte.



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